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National Geographic Photo Contest 2011
Ich habe eine Nachreichung zu tätigen: Im letzten Jahr gab es mal wieder den National Geographic Foto-Wettbewerb mit großartigen Einsendungen. Ich muss hier einfach einige reinkleben, weil sie eben so großartig sind, dass ich mich kaum an ihnen satt sehen kann! Ganz viele tolle Sachen werden dargestellt: Landschaften, Intimität, große Gesten, kleine Gesten, Feuer, Licht, Schatten. Natur, Kultur, Menschen, Tiere, Not und Reichtum. Ich habe mir einige hergeholt, aber das sind längst nicht alle! Unbedingt drüben bei The Atlantic reinschauen!
Shawn Huckins – Ölgemälde vs. Twitter & SMS
Shawn Huckins hat mit der Serie An American Revolution Revolution ein Mashup aus verschiedenen Inhalten präsentiert. Er verbindet Ölmalerei des späten 18. Jahrhunderts (also zur Zeit der Unabhängigkeitserklärung) mit SMS oder Tweets von heute. Das Spannende dabei ist der Gegensatz aus präziser, durchdachter und zeitaufwändiger Darstellung in Ölgemälden zu schnell getippten, verkürzten und nicht selten wenig durchdachten Nachrichten.

Shawn Huckins - henry pelham's jocular tweet: to dante - if i'm just a friend, why do i know what your lips feel like?

Shawn Huckins - Verplanck's Post on American Moralism: like duh obviously, it's a complete waste of time
Die komplette Galerie gib’s drüben bei MC Winkel und Designboom.
Peter Kruse über Machtverschiebung
Peter Kruse war wohl in einer längeren Sitzung eines Bundestagsausschusses und letztens hatte ich schon mal ein Video, in dem er über Systeme und die neue Vernetzung sprach. Hier ist jetzt das, was er davor zum Problem Machtverschiebung sagte:
Dazu also noch das, was er später sagte, als Ergänzung:
Die Generalpathologisierung der Gesellschaft
Christiane Hoffmann und Antje Schmelcher haben in der FAZ einen interessanten Beitrag zur Debatte um ADS und ADHS geliefert. Darin argumentieren sie, der Großteil der ADHS-Diagnosen sei falsch und resultiere aus einer überzogenen Hysterie. Zudem sei die Behandlung meist inadäquat – statt Verhaltenstherapie und Eingehen auf die Kinder gibt man nur Ritalin, das eigentlich nur ein unterstützendes Mittel zur Therapie sein soll.
ADHS falsch diagnostiziert?
Abgesehen von einigen Fehlschlüssen, die nur Vermutungen sein können, halte ich den Beitrag für wichtig. Die Fehlschlüsse sind, dass die ADHS-Diagnosen zu 90% falsch wären und dass Jungen nur gefügig gemacht würden. Die Befragungsmenge der 90% falschen Diagnosen bezieht sich auf einige wenige Ärzte, aber bei Generalisierungen muss man natürlich vorsichtig sein. Außerdem ist es falsch, von einigen Fällen, in denen schwierige Jungen einfacher gemacht werden sollen, auf eine große Anzahl zu schließen. Das sei jetzt aber einmal geschenkt, denn es zeigt ein weit wichtigeres Problem auf, was wir mit im Blick haben müssen:
Wie gehen wir mit abweichendem Verhalten, mit Devianz um?
In den beschriebenen Fällen scheint es Hoffmann und Schmelcher darum zu gehen, dass man die Kinder richtig therapiert bzw. dass man vorher nicht sofort pathologisiert. Doch ich setze noch etwas vorher an: Wann beginnt Devianz zur Pathologie zu werden? Es muss hier geklärt werden, wie wir Krankheiten verstehen und im Falle ADHS scheint es eine Neigung dazu zu geben, vorher als normal eingestuften Bewegungsdrang und Konzentrationsschwierigkeiten als Krankheit zu klassifizieren. Das ist erst einmal eine Beobachtung, der keine Normativität anhaftet. Es kann daran liegen, dass unsere Wissenschaften besser zu klassifizieren gelernt haben und Krankheiten besser erkennen. Es kann aber auch sein, dass es eine tatsächliche Hysterie gibt.
Ein weiteres von Hoffmann und Schmelcher aufgeworfenes Problem ist, man arbeite bei den ADHS-Kindern nur an den Symptomen, statt das Problem anzupacken. Die Kinder, meist Jungen, seien „schwierig“ und das sei für die Eltern oder Lehrer nicht hinnehmbar. Ich teile die Einschätzung, dass Kinder nicht allein mit Ritalin behandelt werden sollten, denn es ist keine Therapie. Es macht die Kinder abhängig von Medikamenten abhängig (damit meine ich keine Sucht, die aber auch beschrieben wird), statt ihnen Hilfe anzubieten, die ihnen irgendwann zu einem Leben verhilft, das sie selbst leben können. Das sollte jedoch Ziel der medizinischen Therapien sein, wenn möglich.
Verbesserte Klassifikationsfähigkeit menschlichen Verhaltens
Mein Eindruck ist, dass unsere bessere Klassifikationsfähigkeit, unsere scheinbare Objektivierung durch die Wissenschaften, dazu führt, dass die Pathologisierung schon selbst fast pathologisch passiert. Wir haben wunderbare Werkzeuge ermittelt, um Menschen einzuordnen und ihnen bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben, doch wir sollten im Blick behalten, wie eng oder wie weit der Akzeptanzrahmen von Normalität ist. Wenn wir einen selbstverliebten Menschen haben, müssen wir ihm denn gleich eine narzisstische Störung zuweisen? Oder müssen wir einen Menschen mit cholerischen Ansätzen gleich zur Aggressionstherapie schicken? Wir müssen damit vorsichtig sein. Manche Menschen haben mehr Energie als andere, manche sind schläfriger, manche Kinder verändern ihr Verhalten je nach sozialen Einflüssen.
Als Beispiel gebe ich mich an: Als Kleinkind habe ich sehr viel geschlafen, war sehr sehr ruhig, später war ich viel mit Freunden unterwegs und habe gespielt, bin Fahrrad gefahren, mit 14 irgendwann habe ich angefangen sehr häufig Sport zu machen, mit 16-18 fast täglich. Und dabei habe ich durchaus mal die Schule vernachlässigt (zugegebenermaßen aber auf dem Gymnasium nie solche Probleme gehabt, unter einen Schnitt von 2 zu rutschen). War ich als Kleinkind „normal“ und später „hyperaktiv“? Ich glaube nicht, meine Interessen haben sich schlicht verschoben.
Naturalismus, Normativität und soziale Wechselwirkungen
Doch noch einmal zurück zur Pathologisierung durch unsere verbesserte Kategorisierung der Menschen. Dies ist Teil einer größeren Tendenz unserer Gesellschaft: die zur Verwissenschaftlichung und zum Naturalismus. Menschen, Verhalten und deren Ursachen werden auf naturalistische, also biologistische und neuropsychologische Vorgänge reduziert. Diesem Naturalismus hängt wiederum aber eine Normativität an, die zu der Pathologisierung führt. Die Vorgänge können beschrieben werden und weichen von bisher bekannten Vorgängen ab, also müssen sie als „nicht normal“ eingestuft werden. Statt zu untersuchen, inwieweit diese neuen Vorgänge vielleicht auch „normal“ sind, wird normativ eingeführt, man sollte die Vorgänge im System „behandeln“.
Statt zu beobachten, in welcher Wechselwirkung die reduzierten Vorgänge mit den sozialen stehen, bleibt man bei der Sicht auf das geschlossene System, das ja für die wissenschaftliche Erklärung so wichtig ist. Der Abschluss von anderen Einflüssen, der für die experimentelle Situation so wichtig ist, reicht aber schlicht nicht aus, wenn man tatsächlich Menschen statt Krankheiten behandeln möchte. Den Abschluss von der Außenwelt muss man irgendwann aufgeben und Einflussfaktoren, die auf die bisherige Experimentalsituation einwirken können, berücksichtigen. Erst dann wird man zu einer Medizin und Psychologie kommen, die den Menschen behandelt. Sie kann dann auch einmal Normalität klassifizieren.
Unsere geschärften Kategorisierungswerkzeuge sollten reflektiert werden und nicht zu einer Generalpathologisierung führen. Sonst sind wir irgendwann eine Gesellschaft voller Kranker, in der es gar keine Gesundheit mehr gibt.
Star Wars Victorian
Bei Gilly drüben sah ich gerade eine tolle Sache: Der Künstler Terry Fan hat bei Flickr vier der wichtigsten Charaktere von Star Wars im voktorianischen Stil abgebildet. C3PO, Darth Vader, Boba Fett und natürlich Meister Yoda – das hat Stil! In seinem Shop kann man auch Artworks, Bilder, Laptop-Skins oder iPhone-Hüllen mit diesen Designs bestellen.
Eure Mütter – Der Typ, der bei der GEMA die Titel eintippt…
Der Liedtitel ist eigentlich noch länger, doch ich wollte die Headline nicht völlig überziehen. Außerdem wollte ich euch den Spaß nicht nehmen, wenn ihr das Lied hört. Eure Mütter haben dem Erfasser der Konzertlisten ein Lied gewidment, und das geht so…
FotoFrom – Online-Foto-Magazin
Peter From ist Fotograf und Netzwerker. Vor allem auf Google+ ist er sehr aktiv, was Fotografie angeht, und das gefällt! Auf der Seite FotoFrom, die sich als Online-Foto-Magazin versteht, präsentiert er Fotos anderer Künstler, von Google+, Picture of the Week oder Photographer’s Corner. Dabei kommen die verschiedensten Fotografien zum Vorschein, die man sich als interessierter Nutzer durchaus mal anschauen kann!
Neben der Darstellung der Fotos gibt es auch jede Menge Video-Tutorials oder Tipps zu Fotografie auf anderem Wege, z.B. Buchempfehlungen. Jede Woche postet Peter From zudem den Gewinner des Picture of the Week-Wettbewerbs und auch diese Fotos können sich sehen lassen!
Super Mario – Villain Propaganda
Super Mario kämpft gegen Bösewichter, die wohl allen bekannt sind: Koopas, Geister oder fleischfressende Pflanzen. Der Oberbösewicht Bowser hat hier wohl Propaganda gegen Mario in Auftrag gegeben! Bei Fro Design kann man dieses Poster mit verschiedenen Einzelmotiven bestellen.
via [Actually Gee]

































