Im polnischen Parlament hat Palikots Movement (Ruch Palikota) gegen den ACTA-Entwurf protestiert. Manchmal mag ich die Polen ja.
via [Nerdcore]
Im polnischen Parlament hat Palikots Movement (Ruch Palikota) gegen den ACTA-Entwurf protestiert. Manchmal mag ich die Polen ja.
via [Nerdcore]
Seit gestern ist die Aufregung im Netz groß, denn Twitter kündigte an, Tweets, die nicht nationalen gesetzlichen Bedingungen entsprächen, würden geblockt. Dies wäre eine länderspezifische Infrastruktur, um Tweets zu filtern. Man begründete dies mit eben den gesetzlichen Bestimmungen, denen man sich unterwerfen müsse, wenn man in bestimmten Ländern einen Dienst wie Twitter anbiete.
As we continue to grow internationally, we will enter countries that have different ideas about the contours of freedom of expression. Some differ so much from our ideas that we will not be able to exist there. Others are similar but, for historical or cultural reasons, restrict certain types of content, such as France or Germany, which ban pro-Nazi content.
Until now, the only way we could take account of those countries’ limits was to remove content globally. Starting today, we give ourselves the ability to reactively withhold content from users in a specific country — while keeping it available in the rest of the world.
Der große Aufschrei blieb aus, nur einige Twitterer regten sich auf. Doch bisher ist die Blogosphäre recht gelassen geblieben. Das mag einerseits daran liegen, dass Twitter ankündigt, mit der Seite Chillingeffects weiter zusammenzuarbeiten, um transparent zu dokumentieren, welche Inhalte gefiltert wurden. Damit demonstriert man auch den eigenen Einsatz für Meinungsfreiheit.
Außerdem kommuniziert Twitter nicht ganz verdeckt die Möglichkeit, die Filter zu umgehen. Man möchte keine IP-Geoblockings einsetzen, da diese nicht verlässlich sind. Jeder Nutzer habe die Möglichkeit, die Region selbst anzugeben, sollte das Geotargeting (d.h. die Voreinstellung anhand der IP-Adresse, die Twitter vornimmt) nicht korrekt sein, wie netzwertig berichtet. Das heißt, jeder könnte die Filterung umgehen, wenn er einfach ein Land wählt, das eine möglichst freie Meinungsäußerung bietet.
Zudem habe ich im Zuge dieser Berichterstattung wieder etwas gelernt: Die Open Source Software StatusNet ermöglicht es jedem Nutzer, auf einem eigenen Server eine Installation für einen Kurznachrichtendienst einzurichten. Diese könnte jeder nutzen und bräuchte keinen zentralen Dienst wie Twitter, um mit anderen zu kommunizieren – die Installationen könnten auch server-übergreifend arbeiten. Ein Dienst, der StatusNet schon nutzt, ist identi.ca.
Update
Der Blog von ZAPP (NDR) hat eine sehr gute Darstellung der Ereignisse geliefert: Twitter hat bisher sowieso auf behördliche Anfrage oder Gerichtsurteile Tweets gelöscht. Weltweit. Jetzt gibt es allerdings die lokale Beschränkung, die im Grunde sogar eine Verbesserung der Situation darstellt.
Jordan Lefler hat an der Louisiana State University eine Master-Thesis eingereicht, die für die Katzenliebhaber und/oder Nerds unter uns interessant sein könnte: Er hat die Sprache der LOLcats auf ihre linguistischen Merkmale analysiert. Während er zunächst klärt, dass es ein Online-Dialekt ist, und welche Korrespondenz zwischen Phonemen (Lauten) und Graphemen (schriftliche Realisierung der Laute) besteht, geht er später im Speziellen auf die Syntax ein sowie auf die besonderen Flexionsregeln (has/have oder am/is).
via [Actually Gee]
Ich habe sowas schon irgendwann irgendwo mal gesehen (Blue Man Group!), aber der Dude hier haut mich wirklich um. Er spielt auf PVC-Rohren, die er so zusammengebastelt hat, dass sie durch die Länge der Luftsäule (Länge des Rohrs) ein spielbares Musikinstrument hergeben. Er nennt das Instrument RimbaTubes und spielt darauf populäre Songs. Great! (Eine Tracklist gibt’s unter dem Video.)
Tracklist
-Office Theme Song (0:18)
-Linus and Lucy (0:38)
-Turkish March (1:13)
-Mario Brothers Theme (1:27)
-In the Hall of the Mountain King (1:54)
-Bad Romance (2:07)
-Viva La Vida (2:50)
-Like a Virgin (3:03)
-Crazy Train (3:23)
-Harder, Better, Faster, Stronger (4:01)
-James Bond Theme (4:15)
-Pirates of the Caribbean Theme (4:35)
-The Final Countdown (featuring my friend, Quin) (4:56)
via [isnichwahr]
Ich hatte vor einer ein paar Wochen schon mal den Yosemite National Park im Timelapse. Heute also wieder und es wird nicht schlechter! Die Musik stammt von M83 und ist das Outro des Albums Hurry Up, We’re Dreaming.
Meine Bitte, wie immer: HD, Vollbild, Musik aufdrehen.
Yosemite HD from Project Yosemite on Vimeo.
via [MC Winkel]
Chris Bennett ist ein Künstler, der mich ein wenig überrascht hat. Zunächst sah einiges nach Fotografie aus, aber dann irritiert er immer wieder mit Veränderungen der scheinbar bekannten Objekte. Tiere, deren Aussehen geläufig ist, werden digital bearbeitet und ergeben so ein neues Bild, sie erfüllen einen neuen Sinn. Zum Beispiel oben das Tandem-Zebra. Oder unten die Elefanten Hannibals.
Außerdem vermenschlicht Bennett die Tiere oder haucht leblosen Objekten Leben ein, indem er aus ihnen Tieren ähnliche Zusammenstellungen herstellt. Dazu arbeitet er sich an verschiedenen Stoffen ab und fasst diese in Serien zusammen. Sehr spannend!
Besonders angetan hat es mir die Serie Fables and Myths, die eben das darzustellen versucht: Fabeln und mythologische Stoffe. Sei es Pegasus, Minotaurus oder Noahs Arche (habe ich nicht hier reinkopiert!) – Bennett zeigt einen sehr interessanten Blick auf die Dinge!
Gestern erreichte mich eine Mail von einem Gutscheinanbieter im Internet – oder einem Marketer, der diesen Anbieter vertritt, das ist nicht ganz klar. Dieser bot mir an, ich könne doch einen Link zur Gutschein-Site in meine Sidebar integrieren. Da ich gestern gut drauf war, habe ich mich einmal hingesetzt und mit dem Angebot auseinandergesetzt. Natürlich habe ich es abgelehnt, das stand schon vornherein fest, doch ich musste einfach antworten. Für die Veröffentlichung hier habe ich den Namen des Absenders und die beteiligten Webadressen/Firmennamen geändert. Fun!
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Ralf Mustermann von der Webseite www.supergutscheincodes.de. Ich schreibe Ihnen, da ich sofort gefallen an Ihrer Seite gefunden habe. Sie ist mir bei der Suche nach neuen Kooperationspartnern ins Auge gefallen und wie ich sah haben Sie bereits Erfahrung in der Kooperation mit größeren Partnern.
Supergutscheincodes ist eine Webseite, die kostenlose Gutschein Codes anbietet, oft sogar exklusive Gutschein Codes. Mittlerweile ist die Seite recht groß und bekannt geworden und wir konnten zahlreiche gute Partner unter den Händlern gewinnen.
Wir wären daran interessiert als dofollow Link auf Ihrer Startseite in der Sidebar zu erscheinen oder als Thema in einem Ihrer Artikel Verwendung zu finden. Ist es möglich solch eine individuelle Kooperation zu beginnen?
Mit freundlichen Grüßen,
Ralf Mustermann
SEO Executive
ralf.mustermann@spackomedia.comMain Office: ———
Sales Office: ———
Fax: ———
Meine Antwort darauf präsentiere ich hier in voller Länge. Falls euch die Schwächen der obenstehenden Mail nicht aufgefallen sein sollten: Ich werde mich damit beschäftigen!
Sehr geehrter Herr Mustermann,
eigentlich antworte ich auf Anfragen wie die Ihrige nicht, doch da ich heute Lust darauf habe, mache ich das mal. Das wird ein Spaß!
Zunächst sind mir Rechtschreibfehler aufgefallen: ” [...] da ich sofort Gefallen an Ihrer Seite gefunden habe.”
” [...] ins Auge gefallen und wie ich sah, haben Sie bereits Erfahrung [...] ” Das Komma ist wichtig!
“Gutschein-Codes” schreiben Sie beide Male ohne Bindestrich, doch es ist ein Kompositum, das aufgrund der unterschiedlichen Sprachherkunft (“Gutschein”: deutsch, “Codes”: englisch) mit einem Bindestrich zu einem Wort verbunden wird.
Auch beim “dofollow-Link“oder “Dofollow-Link” ist der Bindestrich unerlässlich, da es ein Kompositum ist.
Bitte korrigieren Sie das für weitere Anschreiben an andere potentielle Kooperationspartner. Das steigert die Seriosität ihres Schreibens. Aber: Nichts für ungut, Fehler können passieren, stecken Sie den Kopf nicht in den Sand!Zweitens bitte ich für weitere Kontaktaufnahmen mit potentiellen Partnern um bessere Recherche: Hätten Sie tatsächlich Gefallen an meiner Website gefunden, hätten Sie sich die Mühe machen können, den Urheber der Ihnen so gefallenden Website herauszufinden. Innerhalb von zwei Sekunden (Ladezeit und Seitenaufbauzeit mit einberechnet) hätte das geschehen können. Mit einem Klick auf “Impressum” in der Kopfleiste der Site hätten Sie sofort meinen Namen zur Hand gehabt und hätten das unpersönliche sowie auf schlechte Recherche hinweisende “Damen und Herren” in der Anrede vermeiden können.
Bessere Recherche hätte ebenfalls ergeben, dass ich darum bitte, die Mailadresse addliss.music@googlemail.com nur für musikbezogene Anliegen zu nutzen. Wenn es um die Website-Administration, ist eine andere Adresse angegeben. Auch diese Information hätte Sie mit einem Klick auf “Impressum” zielsicher erreicht.
Das können Sie besser! Das Impressum ist so schwer nicht zu erkennen und ein sicherer Hinweis auf Ansprechpartner für Partnerlinks. Nachbessern für’s nächste Mal!Weiterhin wundert mich, warum ihre Mailadresse die Domain “spackomedia.com” aufweist, obwohl Sie doch laut eigener Aussage von der Site “supergutscheincodes.de” sind. Das kommt mir seltsam vor, aber vielleicht sind Sie von einem Marketing-Unternehmen im Auftrag der Seite “supergutscheincodes.de”. Dann sollten Sie dies jedoch offen mitteilen, sodass man vertrauensvoll mit Ihnen arbeiten kann, wenn man das denn möchte.
Schließlich zu Ihrem Anliegen: Nein, ich werde mit der Site “supergutscheincodes.de” nicht kooperieren und ich kann Ihnen kurz darlegen, warum:
1. Die von Ihnen offenbarten Recherchemängel weisen nicht auf wirkliches Interesse an meiner Website hin, sondern lediglich auf ein Standardschreiben, das Sie an Webseitenbetreiber verschicken völlig abgesehen von deren Inhalten. Sie wollen fremde Websites nutzen, um Ihre Links wahllos zu verbreiten und einen besseren Pagerank bei Google sowie anderen Suchmaschinen zu erreichen. Dafür bin ich nicht zu haben, nicht für willkürliche Linkverbreitung.
2. Hätten sie ordentlich recherchiert, hätten Sie festgestellt, dass ich keine Erfahrungen mit “größeren Kooperationspartnern” aus Ihrem Segment habe. Ich habe wohl im Musikbereich einige Erfahrungen gesammelt und mit FriskyRadio einen großen Partner, doch in der Linkvergabe, Linktausch oder Gutscheinbereich habe ich schlicht keine Erfahrung. Das kam für meine Website bisher auch nicht in Frage. Sollten Sie etwa potentielle Kooperationspartner mit Ihrer Aussage ködern wollen, dass diese sich geschmeichelt fühlen oder in dem Glauben sind, mit Ihnen, einen “größeren Partner” zu gewinnen? Das ist jedenfalls ein Verdacht meinerseits.
3. Wenn ich auf meiner Website Partnerlinks vergebe, dann
a) muss ich diesen Partnern vertrauen können.
b) müssen ihre Inhalte Relevanz für meine Website haben.
c) müssen Sie mir einen Vorteil bringen.Zu a) Mir ist nicht klar, aus welcher Quelle Ihr Anliegen mich erreicht, daher vertraue ich dem erst einmal nicht. Es scheint mir auch so, als wollten Sie mich mit Schmeicheleien oder unrecherchierten Unwahrheiten ködern.
Zu b) Ich habe keine Relevanz von Gutscheinen für meine persönliche Seite entdecken können.
Zu c) Mir bringt es keinen Vorteil, ihre Seite zu verlinken. Sie bieten mir weder einen gegenseitigen Link an noch eine finanzielle Vergütung. Aber selbst diese Vorteile könnten mich nicht überzeugen, denn das Geld, das ich bekäme, sähe ich wegen (a) als dubios an und wegen (b) hätte der gegenseitige Link keinen Sinn für mich.Wie Ihnen nun klar sein sollte, habe ich aus guten Gründen kein Interesse an einer Kooperation mit Ihrer (oder Ihres Klienten) Website. Doch ich habe mich bemüht, Ihnen für die nächsten Kontaktaufnahmen mit anderen potentiellen Partnern, Hilfestellung zu leisten, wie Sie diese vertrauensvoller und seriöser erreichen. Vielleicht gibt es unter denen dann ja Kooperationswilligere als mich. Ich bin nur an Ihrem Erfolg interessiert! Für diese Mailadresse (und weitere Mailadressen von mir, die Sie eventuell im Netz finden könnten. Keine Erbsenzählereien bitte!) bitte ich aber von weiteren Kontaktaufnahmen abzusehen.
In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und wünsche mehr Erfolg beim nächsten Opfer.
–
Jakob Dörre
Addliss
DJ, producer, composer, radio host
Schon vor einer Weile hatte Coolpixzoon eine Serie des Fotografen Guido Mocafico präsentiert, ich kam nur nicht dazu, das mal hier reinzukleben. Mocafico hat großartige Bilder von Schlangen gemacht, die so absolut nicht alltäglich sind. Der Detailreichtum, der gerade bei den Strukturen auf der Schlangenhaut ins Auge fällt, lässt die Schlagen fast als Gemälde wirken. Doch sie sind echt.
Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, was beim Polizeinotruf eigentlich alles so eingeht? Wird er oft missbraucht? Wieviele Banalitäten sind dabei? Gibt es viele spannende Fälle mit Morden, Verfolgungsjagden und geheimen Telefoncodes? Ich weiß es nicht und wir werden es durch das Blog VS-Geheim auch nicht erfahren. Was wir aber erfahren sind hin und wieder skurrile Geschichten aus dem Alltag des Polizeinotrufs.
Das Blog wird zwar nicht oft aktualisiert, doch dafür sind die Geschichten meist wirklich Knaller. Ich habe mal kurz zwei für euch rausgesucht
“Polizeinotruf.”
Eine Männerstimme, tief, ganz ruhig. “Guten Abend. Ich stehe hier auf der Autobahn schon recht lange im Stau …”
Seufz. Habe ich heute schon verdammt oft gehört. “Jaaaaa?”
Bedächtig. “… da wollte ich mal fragen: Muss ich hier eigentlich die ganze Zeit auf Standby bleiben und aufpassen oder kann ich nach hinten auf den Rücksitz und schlafen?”
“Polizeinotruf.”
Die Stimme einer jungen Frau, lachend. “WER ist da bitte?”
“Der Polizeinotruf.”
Amüsiert. “Hm. Und das soll ich jetzt glauben, ja!?”
“Joah.”
Um Ernsthaftigkeit bemüht. “Na, ja. Ich wollte nur sagen, bei uns hier unten sind gar keine Gäste mehr. Sollen wir trotzdem noch geöffnet lassen?”
Ein Blick auf mein Display zeigt mir, dass der Anruf aus einem Hotel kommt. “Och – das soll ich jetzt entscheiden?”
Ein wenig verwirrt. “Ähm … ja!”
Entscheiden. Na, das ist doch meine Spezialität. “Okay, es ist jetzt 23:20 Uhr. Wenn bis 00:00 Uhr keine Gäste mehr kommen, dann können Sie zumachen.”
Nicht ganz glücklich mit der Entscheidung. “Hm. Ja, okay.”
Einlenkend. “Warten Sie mal. Wo genau wollten Sie gerade anrufen?”
Hoffnungsvoll. “Na, bei der Rezeption!”
“Okay. Dann würde ich vorschlagen, Sie versuchen jetzt noch mal da anzurufen. Ich verspreche Ihnen: Hier ist der Polizeinotruf!”
via [Thorsten Edinger]
Man kennt sie: Jedi-Ritter sind tapfere, weise und mächtige Kämpfer für das Gute, die sich einer harten Ausbildung unterziehen, um später für die Gerechtigkeit im Universum einzustehen. Sie nutzen die Macht nur dazu, um den Schwachen zu helfen und das Böse in der Welt zu bekämpfen.
Doch was wäre, wenn der Jedi sich der Ausbildung nicht unterzieht und sich nicht für die Schwachen einsetzt. Undenkbar? Oh, nein!
via [Spiegel Offline]