Es muss eine Art des inneren Sinnes für das Eigenkonstitutionelle im Menschen geben, der auf das anspricht, was dieser Eigenkonstitution in der Außenwelt analog ist.
Arnold Gehlen: Die Technik in der Sichtweise der Anthropologie
Fragt mich nicht, was das genau heißt. Ich hab’ den Text (ein Vortrag) mehrmals komplett gelesen und habe nur ansatzweise verstanden, wie obige Aussage konkret zu verstehen ist. Manchmal greife ich etwas, aber dann fährt mir ein anderes Wort wieder dazwischen. Dennoch: mein Zitat des Tages.
Update: Nachdem Agent Fishgang zu Recht nachfragte, was Gehlen sagen möchte, gebe ich euch mal den Kontext ein bisschen. Es geht grundsätzlich darum, das Verhältnis vom Menschen zur Technik zu untersuchen. Dabei ist es Gehlens Hauptthese, dass der Mensch sich schon durch Technik konstituiert. Er muss gewisse Instinkt- und Organschwächen ausgleichen und entwickelt dazu Technik (im weiteren Sinne – auch Tierzüchtung versteht man dabei schon als Technik). Der Mensch versteht sich vor allem auch von außen. Gehlen nennt das “Resonanzphänomen”, d.h. der Mensch projiziert äußere Vorgänge auf sich selbst. Er schafft quasi seine eigene Deutung (beantwortet seine “Sinnfrage”). Und in diesem Kontext sagt Gehlen den oberen Satz.

Wtf? Ohne Kontext ist mir das völlig unverständlich. Selbst wenn man den Satz segmentiert und die Bedeutungsbausteine isoliert, fehlen wichtige Informationen. Das scheint mir im Übrigen ein fast typisches Problem für die großen deutschen Philosophen. Ohne Kontext ist da oft nichts zu machen. Nietzsche verstehe ich nicht einmal, selbst wenn ich das gesamte Buch vor mir habe, weil man bei dem Herrn die Perspektive des Kontextes auf sein Lebenswerk erweitern muss.
Eine so verquaste Sprache kenne ich im Vergleich dazu von englischsprachigen Philosophen (Hume, Austin, Searle, Rawls) nicht. Der Meister der Schwurbelei ist und bleibt aber Habermas
Ich schreibe gleich mal eine ganz kurze Erklärung, damit man wenigstens einen Kontext hat bzw. damit ihr seht, wie weit ich mit meinem Verständnis bin.
Ja, bei Nietzsche und auch Kant muss man häufig auf ein komplettes Gedankengebäude schauen, wenn man einen Ziegel (Satz) ihrer Arbeit verstehen möchte. Und in der Philosophie des 20. Jh. hast du neben Habermas Adorno vergessen!
Gehlen hat schon Recht. Man denke an die Vuvuzela…
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich verstehe, was du meinst…
Nun ja, ich glaube nicht, dass der organschwache Mensch ohne das technische Hilfsmittel der Vuvuzela die gleiche Lautstärke produzieren könnte…
OK, insofern dürftest du Recht haben!