<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Was kommt vor dem Leben?</title>
	<atom:link href="http://addliss.net/was-kommt-vor-dem-leben/2010/02/03/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://addliss.net/was-kommt-vor-dem-leben/2010/02/03</link>
	<description>Es gibt Gedanken, die sind klüger als die Leute, die sie haben.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 20:40:35 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.3</generator>
	<item>
		<title>Von: Addliss</title>
		<link>http://addliss.net/was-kommt-vor-dem-leben/2010/02/03/comment-page-1#comment-444</link>
		<dc:creator>Addliss</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 10:48:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://addliss.net/?p=1584#comment-444</guid>
		<description>Ok, klar, die ganzen Splittergruppen zu erfassen ist furchtbar schwierig. Und wir sind ja so oder so keine Religionswissenschaftler.
Deine Hypothese, die den Zusammenhang mit der direkten Lebenswelt herstellt klingt nicht verkehrt. Allerdings kommt man dann vielleicht mit dem Buddhismus in die Bredouille, von dem ich nicht wei&#223;, ob er direkt in Nordindien entstanden ist (und somit die vorseitigen Vorstellungen schon einschloss) oder die Karma- und Samsara-Ideen sp&#228;ter &#252;bernommen hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, klar, die ganzen Splittergruppen zu erfassen ist furchtbar schwierig. Und wir sind ja so oder so keine Religionswissenschaftler.<br />
Deine Hypothese, die den Zusammenhang mit der direkten Lebenswelt herstellt klingt nicht verkehrt. Allerdings kommt man dann vielleicht mit dem Buddhismus in die Bredouille, von dem ich nicht wei&#223;, ob er direkt in Nordindien entstanden ist (und somit die vorseitigen Vorstellungen schon einschloss) oder die Karma- und Samsara-Ideen sp&#228;ter &#252;bernommen hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Agent Fishgang</title>
		<link>http://addliss.net/was-kommt-vor-dem-leben/2010/02/03/comment-page-1#comment-442</link>
		<dc:creator>Agent Fishgang</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 08:32:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://addliss.net/?p=1584#comment-442</guid>
		<description>Nein ;). Ich habe versucht auf eine Alternative zu kommen, aber das funktioniert nicht, weil immer etwas passendes ausgeschlossen oder etwas unpassendes eingeschlossen wird. Bspw. &quot;Industriestaaten&quot;, doch dazu geh&#246;ren auch S&#252;dkorea bzw. Japan. &quot;Jud&#228;o-christlich&quot; greift zwar den Kulturraum recht gut, l&#228;sst aber den religi&#246;s systematisch &#228;hnlichen Islam au&#223;en vor.
Ich f&#252;rchte, dass man um eine Klassifizierung jenseitig vs. &quot;vorseitig&quot; nicht herumkommt, was eine mehr oder minder genaue Kenntnis der einzelnen Religionen ben&#246;tigt. In der Konsequenz m&#252;sste jede Glaubensrichtung pr&#228;zise angeschaut werden, um sie einem der beiden Pole zuzuordnen. Methodisch ist das v&#246;llig problemfrei, nur in der Praxis ist es wohl schwer, alle unterschiedlichen Richtungen zu erfassen, zumal allein auf christlicher Seite in den USA um die 1200 Sekten und Splittergruppen ihr (Un-)Wesen treiben. Eine praktikable Aufstellung der &quot;Verwandtschaftsverh&#228;ltnisse&quot; k&#246;nnte brauchbare Cluster zu Tage f&#246;rdern, die recht simpel zu typologisieren w&#228;ren.
Bei dem Versuch w&#252;rde vermutlich klar, dass die religi&#246;se Welt nicht in HImmelsrichtungen aufgeteilt ist. Warum diese und jene Idee gerade hier und dort entstanden ist, sollten dann Religionswissenschaftler erkl&#228;ren (k&#246;nnen).
Die laienhafte Hypothese ist vielleicht zu simpel und aus der H&#252;fte geschossen, aber u. U. beg&#252;nstigt (nota bene: als nur ein Faktor) eine Unersch&#246;pflichkeit suggerierende Umwelt vorseitige Vorstellungen (Hinduismus) und karge Lebensverh&#228;ltnisse jenseitsorientierte Religionen (abrahamitische Konfessionen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein ;). Ich habe versucht auf eine Alternative zu kommen, aber das funktioniert nicht, weil immer etwas passendes ausgeschlossen oder etwas unpassendes eingeschlossen wird. Bspw. &#8220;Industriestaaten&#8221;, doch dazu geh&#246;ren auch S&#252;dkorea bzw. Japan. &#8220;Jud&#228;o-christlich&#8221; greift zwar den Kulturraum recht gut, l&#228;sst aber den religi&#246;s systematisch &#228;hnlichen Islam au&#223;en vor.<br />
Ich f&#252;rchte, dass man um eine Klassifizierung jenseitig vs. &#8220;vorseitig&#8221; nicht herumkommt, was eine mehr oder minder genaue Kenntnis der einzelnen Religionen ben&#246;tigt. In der Konsequenz m&#252;sste jede Glaubensrichtung pr&#228;zise angeschaut werden, um sie einem der beiden Pole zuzuordnen. Methodisch ist das v&#246;llig problemfrei, nur in der Praxis ist es wohl schwer, alle unterschiedlichen Richtungen zu erfassen, zumal allein auf christlicher Seite in den USA um die 1200 Sekten und Splittergruppen ihr (Un-)Wesen treiben. Eine praktikable Aufstellung der &#8220;Verwandtschaftsverh&#228;ltnisse&#8221; k&#246;nnte brauchbare Cluster zu Tage f&#246;rdern, die recht simpel zu typologisieren w&#228;ren.<br />
Bei dem Versuch w&#252;rde vermutlich klar, dass die religi&#246;se Welt nicht in HImmelsrichtungen aufgeteilt ist. Warum diese und jene Idee gerade hier und dort entstanden ist, sollten dann Religionswissenschaftler erkl&#228;ren (k&#246;nnen).<br />
Die laienhafte Hypothese ist vielleicht zu simpel und aus der H&#252;fte geschossen, aber u. U. beg&#252;nstigt (nota bene: als nur ein Faktor) eine Unersch&#246;pflichkeit suggerierende Umwelt vorseitige Vorstellungen (Hinduismus) und karge Lebensverh&#228;ltnisse jenseitsorientierte Religionen (abrahamitische Konfessionen).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Addliss</title>
		<link>http://addliss.net/was-kommt-vor-dem-leben/2010/02/03/comment-page-1#comment-438</link>
		<dc:creator>Addliss</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 13:43:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://addliss.net/?p=1584#comment-438</guid>
		<description>OK, zum &quot;westlich&quot; muss ich dir recht geben. Das ist etwas diffus. Mir f&#228;llt jedoch kein passenderer Begriff ein. Vorschl&#228;ge?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>OK, zum &#8220;westlich&#8221; muss ich dir recht geben. Das ist etwas diffus. Mir f&#228;llt jedoch kein passenderer Begriff ein. Vorschl&#228;ge?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Agent Fishgang</title>
		<link>http://addliss.net/was-kommt-vor-dem-leben/2010/02/03/comment-page-1#comment-437</link>
		<dc:creator>Agent Fishgang</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 12:25:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://addliss.net/?p=1584#comment-437</guid>
		<description>Viele Probleme sind recht simpel - so auch dieses. Das Christentum ben&#246;tigt kein Vor-dem-Leben, gerade weil es teleologisch ist. Nimmt man dann noch dazu, dass die Renaissance des Trecento/Quatrocento die Vorstellung eines Fortschrittes der Menschheit gepr&#228;gt hat, wird m. E. schnell klar, weshalb die &quot;westlichen Glaubensansichten&quot; sehr gut ohne ein &quot;Vorseits&quot; auskommen.

Viele Probleme sind allerdings recht komplex - so auch dieses. Die antike Idee der Zirkularit&#228;t vor allem der Geschichte (ich bin ein ausgesprochener Fan dieses Konzeptes!) bringt da schon etwas mehr Schwung in die Angelegenheit; die Etikettierung &quot;westlich&quot; scheint mir ohnehin nicht haltbar. Das explizit messianische Christentum, dessen ureigenster Gag ja in der Jenseitigkeit liegt, hat vielmehr, oftmals in synkretistischer Manier, die vorherigen religi&#246;sen Vorstellungen verdr&#228;ngt bzw. &#252;berlagert. Unter dem Stichwort &quot;Pfadabh&#228;ngigkeit&quot; kann daher vermutet werden, dass unser Kulturraum im Grunde gar keine M&#246;glichkeit einer umfassenden und insbesondere ausgereiften Vorstellung vom &quot;Vorseits&quot; haben kann, was, nebenbei bemerkt, nicht notwendig schlimm sein muss.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Probleme sind recht simpel &#8211; so auch dieses. Das Christentum ben&#246;tigt kein Vor-dem-Leben, gerade weil es teleologisch ist. Nimmt man dann noch dazu, dass die Renaissance des Trecento/Quatrocento die Vorstellung eines Fortschrittes der Menschheit gepr&#228;gt hat, wird m. E. schnell klar, weshalb die &#8220;westlichen Glaubensansichten&#8221; sehr gut ohne ein &#8220;Vorseits&#8221; auskommen.</p>
<p>Viele Probleme sind allerdings recht komplex &#8211; so auch dieses. Die antike Idee der Zirkularit&#228;t vor allem der Geschichte (ich bin ein ausgesprochener Fan dieses Konzeptes!) bringt da schon etwas mehr Schwung in die Angelegenheit; die Etikettierung &#8220;westlich&#8221; scheint mir ohnehin nicht haltbar. Das explizit messianische Christentum, dessen ureigenster Gag ja in der Jenseitigkeit liegt, hat vielmehr, oftmals in synkretistischer Manier, die vorherigen religi&#246;sen Vorstellungen verdr&#228;ngt bzw. &#252;berlagert. Unter dem Stichwort &#8220;Pfadabh&#228;ngigkeit&#8221; kann daher vermutet werden, dass unser Kulturraum im Grunde gar keine M&#246;glichkeit einer umfassenden und insbesondere ausgereiften Vorstellung vom &#8220;Vorseits&#8221; haben kann, was, nebenbei bemerkt, nicht notwendig schlimm sein muss.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

