Heute habe ich zwei Varianten einer unpassenden Antwort auf ein “Danke” oder “Danke schön”:
Nr. 1
Da nicht für.
Doch genau dafür. Warum soll ich dafür nicht danken, wenn es mir doch hilft oder mindestens nett war?
Nr. 2
Keine Ursache.
Keine Ahnung, welchen Ursprung dies hat. Jedoch ergibt es keinen Sinn, das zu sagen, denn der Dank hat ja in der Tat eine Ursache. Das ist der jeweilige Gefallen, die Hilfe etc. des anderen.
Denkt mal drüber nach.

‘Da nicht für’ nervt mich auch immer.
Irgendwann nervt es, ja. Aber zu allererst wundert es mich, wer auf sowas kommt!?
Tja, die sprachphilosophischen Wege des Volkes sind unerforschlich.
Es gibt eben sehr viele Phrasen in der alltäglichen Kommunikation, die nur sehr wenig direkten Inhalt vermitteln…
trivialer scheiß. und DIR danke ich in zukunft nie mehr. und DAFÜR sowieso nicht!
Trivial vielleicht, aber es ist DER WAHRHEIT!
Warum trivial? Oder ist das irgendsoein Insiderding, hinter das ich nur deshalb nicht steige, weil ich nicht zur peergroup gehöre?
Nicht Insider im Sinne von konventionalisierter Bedeutung innerhalb einer Peergroup. Doch navras meinte das nicht ernst, dazu kenne ich ihn zu gut.
Warum dankt man eigentlich? (Ich meine es so allgemein, wie ihr es euch denken könnt…)
Kulturwissenschaftlich gesehen ist der Dank ein Humilitätsgestus, der Unterordnung anzeigt. Der Dankende hat etwas erhalten, auf das zu Hoffen er nicht ohne Weiteres genötigt war. In der Dankessituation ist er der Beherrschte, der Gebende übt Macht aus. Um anzuzeigen, dass er sich dieser sozialen Beziehung bewusst ist und sie anerkennt, dankt der Empfänger.
Nicht weil man halt dankt, sind wir (oder zumindest ich) deshalb bei Unterlassen missgestimmt, sondern weil der Empfänger einer Wohltat (im weitesten Sinne) die Machtstruktur nicht anzuerkennen scheint.
Danke für die Erklärung! Das ist endlich mal ein rationaler Ansatz.