Posts Tagged ‘Journalismus’

“Der Leser muss Politik nicht verstehen, er muss nur verstehen, was wir sagen.”

Addliss | 17. Dezember 2009 in all | Kommentare (0)

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…ein Zitat aus diesem Video, das Bestandteil eines “Zapp”-Beitrags ist:

Natürlich muss man abwägen, dass es eine Einzelmeinung sein kann, aber der Beitrag suggeriert, dass es nicht selten so läuft. Man muss auch erstmal die Eier haben, so etwas vor einer Kamera zu sagen. Ich frage mich, ob das nicht Taktik sein kann – denn das sind ja nicht Leute, die nicht wissen, wie das mit der Kamera läuft. Die wissen, dass etwas gesendet werden kann und werden vorher ja auch gefragt. Seltsam.

via [Gedankenpflug]


Stefan Niggemeier zum Online-Journalismus und dem Hamburger Abendblatt

Addliss | 16. Dezember 2009 in all | Kommentare (0)

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Der Springer-Verlag hat seit gestern seine Online-Angebote zum Teil kostenpflichtig gemacht. Dazu kann man verschiedener Meinung sein, doch ich halte den Artikel von Stefan Niggemeier dazu für eine gute Betrachtung der Herangehensweise des Vize-Chefredakteurs Matthias Iken und für einen ebenso guten Perspektivenentwurf zum Medium Online-Journalismus.

Der Gedanke, dass Medien sich zumindest teilweise über Werbung finanzieren, kommt in Ikens verlogenem Text nicht einmal so vor. Er behauptet, man habe „vergessen, Geld zu verdienen”. Er schreibt: „Wer Qualitätsjournalismus zum Nulltarif will, will keinen Qualitätsjournalismus.” Was für ein „Nulltarif”? Ikens Text ist umgeben von Werbeflächen. Man kann darüber reden, inwiefern eine vollständige Abhängigkeit von Werbeeinnahmen gefährlich sein kann für unabhängigen Journalismus, aber mit jemandem, der so unredlich ist wie Iken, kann und muss man darüber nicht reden.

Stefan Niggemeier | Aussichtslos, selbstmörderisch, aussichtslos


Interview mit Rob Savelberg

Addliss | 26. November 2009 in all | Kommentare (0)

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Rob Savelberg ist der niederländische Journalist, der vor kurzem Angela Merkel in Verlegenheit brachte, als er sie fragte, ob Wolfgang Schäuble wirklich als Finanzminister geeignet wäre. Ich berichtete. Nun hat der Blog “Zu Blog geschlagene Sprache” ein Interview mit Savelberg geführt, das ich allerdings als recht schlecht auf seiten des Interviewers betrachte. Ein wenig uninspiriert, da es immer auf dem gleichen Thema rumreitet und nur zwischendurch kurz mal etwas anderes thematisiert. Allerdings ist für mich die Grundaussage Savelbergs sehr interessant:

Ich bin nicht besonders kritisch, sondern ich stelle einfach nur die Frage, die sinnvoll ist. Jeder deutsche Journalist hätte sie stellen können, haat er aber nicht. Doch dadurch ist der deutsche Journalismus nicht schlechter als der niederländische, er sollte nur etwas autoritätskritischer sein. (sinngemäße Wiedergabe)

Ich finde daran gut, dass der Mann reflektiert und auf dem Boden bleibt. Eine Pauschalverurteilung des deutschen Journalismus halte ich auch für unsinnig – man sollte nur etwas sensibler für gewisse Themen sein.

Achso, und was ich noch sagen wollte: Maybrit Illner hat sich hier im Übrigen ziemlich dämlich angestellt…

(Ich hielt es bisher nicht für berichtenswert, aber wo wir schon mal beim Thema sind. Aber wer spricht schon über Maybrit Illner?)


Merkel vertraut Schäuble

Addliss | 27. Oktober 2009 in all | Kommentare (4)

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Nun, da ich ja schon bei Twitter kurz anmerkte, dass die Kabinettsbesetzung auf mich irgendwie wirkt wie: “Wer will nochmal, wer hat noch nicht?”, kommt nun eine kleine Spitze eines niederländischen Journalisten bei einer Pressekonferenz mit Horst Seehofer, Guido Westerwelle und Angela Merkel:

Schon bemerkenswert, wie Merkel auf diese kritische Frage reagiert. René von Nerdcore und seine Kommentatoren beschreiben es schon richtig: Für Merkel ist Schäuble vertrauenswürdig, da sie in seine Aktivitäten eingeweiht wird. Und wenn Parteispenden mal wieder verschwinden o.ä. bleibt es ja “in der Familie”.

Ich weiß nicht, was hier eigentlich los ist: Pressekonferenzen sind doch eigentlich dazu da, dass die Presse Fragen stellen kann. Wenn dann diese Fragen mit kurzen Antworten abgebügelt werden, in denen ganz deutlich klar gemacht wird, dass man eine unerwünschte Frage gestellt hat, macht das alles keinen Sinn mehr! Zudem: Solch eine Kritik trägt zur politischen Willensbildung bei und das ist es doch, was die Politiker eigentlich wollen sollten. Wenn man Menschen abweist, die sich an der Politik interessieren und darüber diskutieren wollen, braucht man sich nicht zu wundern, dass sich in diesem Land der viel zitierte Politikverdruss immer weiter verbreitet.

via [Nerdcore]