Ist der Mensch nichts?
Oft schon hat sich der Mensch den Kopf darüber zerbrochen, was er ist, was ihn ausmacht. Man sprach von einem “Mängelwesen” (Gehlen), von einem “exzentrierten Wesen” (Plessner), vom “nicht festgestellten Tier” (Nietzsche) oder vom “zoon politikon” (Aristoteles). Viele Namen wurden gegeben, viele Charakterisierungen getroffen. Man hat sogar schon gesagt, der Mensch sei einfach nicht festzulegen und in dieser Flexibilität einzigartig (in gewisser Weise war das Teil vieler moderner Erklärungsversuche). Auch, dass der Mensch sich selbst zum Problem werden müsse, damit er überhaupt als Mensch gelten könne, wurde gesagt (Hans-Eduard Hengstenberg). Doch hat es immer wieder neue Ansätze gegeben und es wurde immer wieder neu versucht.
Eigentlich sind damit alle Antworten gegeben. Jeder kann sich eine “aussuchen” und wer es sehr offen haben möchte, geht mit Hengstenberg oder Plessner mit und bestätigt, der Mensch sei darin Mensch, dass er nach sich selbst suche. Was kann noch kommen? Das einzige, was noch als Antwort fehlt ist, dass der Mensch eigentlich nichts ist. Es gibt ihn nicht und es wird ihn nie geben, da er nicht eindeutig definiert werden kann.