Wenn ich das hier so lese, frage ich mich, was ich glauben soll. Alle beschuldigen sich gegenseitig, sexuell übergriffig geworden zu sein. Einige wollen von nichts gewusst zu haben, dafür wissen andere wieder viel zu viel, was eben auch Scheinwissen sein kann, da es möglicherweise zur Instrumentalisierung und Opferung eines anderen hilft. Die FAZ schreibt richtig: Aus dem Schiedsrichterskandal wird ein DFB-Skandal. Es ist einfach nur lächerlich, wie einige Personen versuchen, ihre eigene Haut zu retten. Ich frage mich, ob noch irgendeiner der Protagonisten in diesem Fall hinterher berechtigt aktiv beim DFB bleiben kann. Ist überhaupt noch einer glaubwürdig?
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Die ganze Angelegenheit ist längst zur erbärmlichen Posse verkommen. Alle Beteiligten rüsten medial auf, indem sie sich mit irgendwelchen Informationen in Stellung bringen. Am Ende hoffen sie wohl, dass der mit der größten Präsenz gewänne. Dabei wäre es doch besonders an DFB-Präsident Dr. Zwanziger, die Sache endlich einer Klärung zuzuführen. Ironischerweise hat der nämlich ausgerechnet einen Preis für seinen Einsatz gegen Homophobie!
Oder kommt dem DFB die Verwirrung vielleicht gar recht, ist er doch nach meinem Eindruck einer der ganz wenigen Sportverbände, die Homosexualität in den eigenen Reihen seit Jahrzehnten totzuschweigen scheinen? Ganz nach dem Motto: So lange es sich um einen juristischen und medialen Skandal handelt, bleibt wenigstens der soziale Sprengstoff unentdeckt.
Ich freue mich jedenfalls auf das nächste bimmeldoofe Statement von wem auch immer, vorzugsweise O. Pocher bzw. BILD. Wie wäre es mit “Lattenknaller: Ein Schiri sieht Rot!” oder “Manfred A. im Abseits”?
Die Schlagzeilen wären der Hammer!