2 responses to “Rewind: re:publica 2010”

  1. Agent Fishgang

    Wer kritisiert denn da? Spiegel-Online und andere Qualitätsmedien. Na, herzlichen Glückwunsch. Ich denke, dass es wie so oft ist. Das, was man nicht versteht, das, was undurchsichtig scheint, das, was man begrifflich nicht ganz zu fassen vermag, wirkt bedrohlich. Gerade im Medienbereich ist die Gefahr groß, dass Knallchargen ihre Unwissenheit auch noch verbreiten dürfen. Wenn man “die” Bloggerszene nicht versteht, liegt das doch bitteschön nicht an der Szene.
    Was man an der Konferenz problematisieren kann, ist, dass sie anscheinend bewusst eine Euphorie transportiert, die mit Sicherheit längst nicht in allen Punkten gerechtfertigt ist. Das Internet ist meilenweit von der ursprünglichen Idee der Pluralisierung von Informationen (vielfach wenig treffend als Demokratisierung bezeichnet) entfernt. Und ähnlich wie der Buchdruck mit beweglichen Lettern ist auch das Internet an etlichen Ecken und Enden zur Plattform einer Multiplikation der Dümmlichkeit geworden.
    Die Re:publica unterscheidet sich jedoch in einem wichtigen Punkt von anderen Konferenzen. Aus ihrem Selbstverständnis heraus – man könnte fast sagen systemimmanent – ist sie auf Transparenz bedacht. Die Computerheinis treten ja gerade mit dem Ziel an, Informationen zu teilen und zugänglich zu machen. Die finden sich toll, weil sie glauben in einer grandiosen Bewegung zu sein. So, what? Da sind sie nicht die einzigen und auch mit Sicherheit nicht die letzten.

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