1898 veröffentlichte Ernst Haeckel, ein wichtiger Verbreiter der Darwinistischen Theorien in Deutschland – aber auch ein von den NS-Ideologen zur Begründung missbrauchter Zoologe – sein Buch “Kunstformen der Natur”. Darin zeigte er nicht nur Abbildungen von Tieren, sondern beschreibt ihre Form in Worten. Dazu stellt er auch ihre Kunstfülle und Vielfalt heraus, was sich auch in Abbildungen widerspiegelt.
Quelle: flickr
Das Buch wurde vor einiger Zeit bei flickr vollständig online gestellt – die Urheberrechte dafür sind nämlich abgelaufen (Ernst Haeckel starb 1919). Die Bilder dieses Buches wurden von einem Künstler nun durch das PlugIn Fractal Explorer gefiltert und ergeben so wieder andere, ebenso kunstvolle Darstellungen:
Solche Bilder zeigen mir immer wieder, dass Technik nicht von vornherein verteufelt werden darf – man muss hier differenzieren. Ohne technische Hilfsmittel wären solch schöne und anregende Bilder aber nicht möglich. Schaut euch mal die ganze Sammlung an!
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Wieso, wer verteufelt denn die Technik grundlegend?
Schöne Bilder!
admin: Ich hab’ mal dein Fettgedrucktes richtiggestellt. Hier immer mit html-Tags arbeiten.
Es gibt durchaus Leute, die der Technik grundsätzlich mistrauen. Noch 2001 konstatiert ein Hubert Dreyfus in seinem Essay “On The Internet”, das Internet könne uns in der Wissenskultur nicht weiterbringen (zu große Verstreuung, keine Ordnung) und es isoliere uns sowie mache depressiv. Zudem blende es durch Telepräsenz gewisse Aspekte der face-to-face-Kommunikation aus und sei deshalb nicht gut für Kommunikation geeignet (sein Beispiel ist das Tele-Teaching). So richtig schön pauschal, ohne die Vorteile der Technik zu beleuchten.
Ich weiß, die Bilder hier sind in einer anderen Kategorie, aber es ist ein vergleichendes Beispiel für die Dimension, wie Technik verurteilt wird.
Schön! Technik sollte man auf keinen Fall verteufeln. Man muss sie menschlich nutzen.
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