Komiker gewinnt Kommunalwahl

In Reykjavik hat am Samstag (29.05.) die Kommunalwahl stattgefunden. Gewonnen hat die Partei “Die Beste Partei”, mit einem Komiker – Jón Gnarr – als Parteispitze. Die Partei konnte sich 34,7% der Stimmen erarbeiten und ist damit stärkste Kraft im Stadtrat. Nun scheint es so, dass Gnarr Bürgermeister werden “muss”. Der Slogan der Partei lautete übrigens “Whatever Works” – “Was auch immer funktioniert”. :D

The win for the Best Party—whose slogan loosely translates to “Whatever Works!”—puts its leader Jon Gnarr, Iceland’s best-known comedian, in a strong position to become mayor of Reykjavik, a post that is sometimes a launching pad for national politics. Although the Bests are two seats short of an absolute majority, longstanding enmity among the other parties will make it hard for them to agree on an alternative candidate.

Speaking Sunday, Mr. Gnarr said his party’s entry into government opened up “a new option for politics.”

WSJ | Comic’s Party Bests Rivals in Iceland Vote

via [misterhonk]

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2 comments


  1. Agent Fishgang

    Warum die Überraschung? 2009 und schon vorher wurden doch auch zahlreiche Komiker in den Bundestag gewählt. Einige von denen sind sogar Minister geworden und stehen damit in einer mindestens 20-jährigen Tradition. Die Outfits von Frau Nolte (ehedem Bundesministerin für Familie u. ä.) waren deutlich die eines Clowns. Kohl war spätestens ab 1994 ein personifizierter Running Gag. Scharping…muss ich da noch was sagen? Und so aufgeregt wie das Bodo-Ramelow-Männchen immer ist, kann das gar nicht ernst gemeint sein.
    Alles in allem stellt sich wohl eher die Frage, ob unsere Politkomiker wenigstens lustiger sind als der Isländer. Für eine ordentliche Schmierenkomödie (“Das Merkel und die Wahlversprechen”, “Süßigkeitensiggi in der großen Stadt” oder “Deutschland sucht die Bundesempörungsbeauftragte”) taugen sie alle vier Jahre in jedem Falle.

    Gnarr wird wohl recht schnell merken, dass es jetzt ernst wird und ich vermute, dass er die Sache auch angemessen ernst nehmen wird.

    • Ich hoffe auch, dass er die Sache ernst nimmt. Ich kann ihn ja soweit nicht beurteilen – einigen (Berufs-)Komikern dieses Landes würde ich politische Führung nicht zutrauen.

      Dass unsere Berufspolitiker auch und gerade als Komiker geeignet sind, sollte eine Tautologie sein. ;)

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