Die Innenministerkonferenz hatte vor einigen Wochen beschlossen, sich dafür einzusetzen, Actionspiele (kolportierend “Killerspiele” genannt) völlig zu verbieten. Konsum, Produktion, alles. Darüber hatte ich hier geschrieben.
Gegen diese Bestrebungen läuft hier bereits eine Petition beim ePetitionen-Portal des Bundestages.
Den gesamten Petitionstext mit Begründung könnt ihr euch dort ansehen, hier nur das Hauptanliegen:
Der Deutsche Bundestag möge sich gegen den Beschluss der Innenmisterkonferrenz vom 5. Juni 2009 entscheiden, der ein “Herstellungs- und Verbreitungsverbot” von Action-Computerspielen vorsieht.
Ich habe die Petition bereits unterzeichnet und bitte alle, die das Anliegen mittragen können, dies auch zu tun. Ich hörte schon Stimmen im Netz, die sagen, man könne doch sowieso nichts tun, weil selbst die ePetition bezüglich der Netzsperren, die die größte bisher war, das Gesetz nicht stoppen konnte. Jedoch schreibt marc0 richtig dagegen:
Dank der Petition gegen die Netzsperren ist die Diskussion doch ueberhaupt erst auf ein richtiges Momentum gekommen.
Die Petition hat schon über 23000 Mitzeichner, was respektabel ist. Daher sehe ich darin auch eine gute Chance, dass erneut eine etwas ernst zu nehmendere Diskussion entsteht. Sicher hat es bei den Netzsperren nicht optimal funktioniert, eine sachlich fundierte Diskussion mit erfolgreichem Abschluss für die – meiner Meinung nach – Seite mit den besseren Argumenten zu führen. Doch es wurde ein Bewusstsein geschaffen, das thematisiert und problematisiert. Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen.
via [Marc0's Brainhack]
