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	<title>Kommentare zu: Die Geschichte des Zugangserschwerungsgesetzes zusammengefasst</title>
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	<description>Es gibt Gedanken, die sind klüger als die Leute, die sie haben.</description>
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		<title>Von: Addliss</title>
		<link>http://addliss.net/die-geschichte-des-zugangserschwerungsgesetzes-zusammengefasst/2010/02/25/comment-page-1#comment-518</link>
		<dc:creator>Addliss</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 11:10:24 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, es gibt vieles F&#252;r und Wider die partizipative Demokratie. Schon damals in Seminaren mit Konrad Ott in Greifswald gab es hitzige Diskussionen unter den Anwesenden, ob mehr breite Diskussion Vorteile br&#228;chte oder nicht. Gerade die Frage, ob ausgewachsene Dummk&#246;pfe einfach &#252;berstimmt w&#252;rden, da die Allgemeinheit &quot;das bessere Argument&quot; (nach der Diskurstheorie Habermas&#039;) bef&#252;rwortete, war sehr umstritten. Denn, seien wir ehrlich, der hohe Intellekt ist in dieser Gesellschaft nicht unbedingt das, was immer (oder mehrheitlich) gewinnt. Da braucht man sich nur mal im deutschen Fernsehen umzuschauen oder gern auch andernorts...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es gibt vieles F&#252;r und Wider die partizipative Demokratie. Schon damals in Seminaren mit Konrad Ott in Greifswald gab es hitzige Diskussionen unter den Anwesenden, ob mehr breite Diskussion Vorteile br&#228;chte oder nicht. Gerade die Frage, ob ausgewachsene Dummk&#246;pfe einfach &#252;berstimmt w&#252;rden, da die Allgemeinheit &#8220;das bessere Argument&#8221; (nach der Diskurstheorie Habermas&#8217;) bef&#252;rwortete, war sehr umstritten. Denn, seien wir ehrlich, der hohe Intellekt ist in dieser Gesellschaft nicht unbedingt das, was immer (oder mehrheitlich) gewinnt. Da braucht man sich nur mal im deutschen Fernsehen umzuschauen oder gern auch andernorts&#8230;</p>
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		<title>Von: Agent Fishgang</title>
		<link>http://addliss.net/die-geschichte-des-zugangserschwerungsgesetzes-zusammengefasst/2010/02/25/comment-page-1#comment-517</link>
		<dc:creator>Agent Fishgang</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 10:51:43 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube, es handelt sich bei diesem Vorgang um eine l&#228;ssliche S&#252;nde des Bundesk&#246;hlers. Seine Bedenken sind wohl kaum zerstreut worden, aber da es als common sense gelten darf, dass das Gesetz nicht angewandt wird, konnte er es unterzeichnen. Juristisch hat der Bundespr&#228;sident auch gar keine Wahl; er muss Gesetze, die nicht offensichtlich verfassungswidrig sind unterzeichnen - Bedenken hin oder her. Diese Vorlage wird damit zwar zur juristischen Totgeburt, was jedoch m. E. akzeptabel ist. Wenigstens haben die Parteien des Bundestages schlie&#223;lich eingesehen, dass das Gesetz - gelinde gesagt - unsinnig ist.

Was Endert da als neue &#214;ffentlichkeit preist, halte ich im &#220;brigen f&#252;r den blo&#223;en Transfer des Populismus. Nicht jedes d&#252;mmliche Gefasel im Netz, das autonom eine weiterreichende Relevanz reklamiert, ist auch wirklich wichtig. &quot;[D]ie breite Diskussion von Gesetzesvorhaben&quot; ist ferner selten eine Chance, sondern eine Gefahr. Das, weil sie zu h&#228;ufig von Laien und - schlimmer noch - ausgewachsenen Dummk&#246;pfen gef&#252;hrt wird.

Partizipative Demokratie ist, nebenbei bemerkt, schon seit gut 20 Jahren das suggerierte Heilmittel f&#252;r die offenkundigen Defizite der repr&#228;sentativen Variante (die in Massendemokratien aber schlicht als die geeignetste scheint). Die in hohem Ma&#223;e aufzuwendenden Ressourcen (Informationsakkumulation und -verarbeitung, Teilnahme an Handlungskoordination etc.) f&#252;r den Einzelnen machen das partizipative Modell in der Praxis nicht gerade attraktiv...aber das ist eine andere Diskussion.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, es handelt sich bei diesem Vorgang um eine l&#228;ssliche S&#252;nde des Bundesk&#246;hlers. Seine Bedenken sind wohl kaum zerstreut worden, aber da es als common sense gelten darf, dass das Gesetz nicht angewandt wird, konnte er es unterzeichnen. Juristisch hat der Bundespr&#228;sident auch gar keine Wahl; er muss Gesetze, die nicht offensichtlich verfassungswidrig sind unterzeichnen &#8211; Bedenken hin oder her. Diese Vorlage wird damit zwar zur juristischen Totgeburt, was jedoch m. E. akzeptabel ist. Wenigstens haben die Parteien des Bundestages schlie&#223;lich eingesehen, dass das Gesetz &#8211; gelinde gesagt &#8211; unsinnig ist.</p>
<p>Was Endert da als neue &#214;ffentlichkeit preist, halte ich im &#220;brigen f&#252;r den blo&#223;en Transfer des Populismus. Nicht jedes d&#252;mmliche Gefasel im Netz, das autonom eine weiterreichende Relevanz reklamiert, ist auch wirklich wichtig. &#8220;[D]ie breite Diskussion von Gesetzesvorhaben&#8221; ist ferner selten eine Chance, sondern eine Gefahr. Das, weil sie zu h&#228;ufig von Laien und &#8211; schlimmer noch &#8211; ausgewachsenen Dummk&#246;pfen gef&#252;hrt wird.</p>
<p>Partizipative Demokratie ist, nebenbei bemerkt, schon seit gut 20 Jahren das suggerierte Heilmittel f&#252;r die offenkundigen Defizite der repr&#228;sentativen Variante (die in Massendemokratien aber schlicht als die geeignetste scheint). Die in hohem Ma&#223;e aufzuwendenden Ressourcen (Informationsakkumulation und -verarbeitung, Teilnahme an Handlungskoordination etc.) f&#252;r den Einzelnen machen das partizipative Modell in der Praxis nicht gerade attraktiv&#8230;aber das ist eine andere Diskussion.</p>
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