Den Wirbel um Thilo Sarrazin und seine diffamierenden Aussagen in einem Interview mit “Lettre International” hat ja sicherlich jeder mitbekommen. Jetzt kommt der Spiegel mit einem interessanten Detail:
Spiegel Online – Bundesbank nickte umstrittenes Interview ab
Da sieht man doch wieder, wie hier die Unternehmen arbeiten. Entweder wurde das Interview nicht wirklich gelesen – dann kann man sich nicht beschweren, wenn etwas drinsteht, was man nicht hören möchte! Oder es wurde durchgewunken mit dem Gedanken, man könnte ja mal versuchen, solche und ähnliche Äußerungen salonfähig zu machen. Ein Test. Und wenn man merkt, es stößt auf Widerstand, rudert man schnell zurück. (Ich möchte hier dem Vorstand der Bundesbank nicht in Gänze ein Denken, wie es im Interview geäußert wurde, unterstellen. Doch möglich wäre es ja.) Oder man versuchte Sarrazin geschickt einzuschränken. So schafft man natürlich eine Begründung dafür, dass er nicht mehr tragfähig ist und beschneidet seine Kompetenzen, sollte er nicht sogar von selbst zurücktreten.
Lächerlich, alles lächerlich.
