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Facebook als “Kapital mit Beinen”

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Juli 29, 2012 by Addliss

Nach der IPO (dem Börsengang) von Facebook, oder auch schon häufig davor, wurde gefragt, wie viel Facebook eigentlich wert sei. Wie viel kann es wert sein? Lohnt es sich, als Aktionär einzusteigen? All diese Fragen beschäftigen viele Leute. Ich dachte und denke mir: Diese Unsicherheit rührt bei Facebook nicht nur daher, dass es ein neues Phänomen ist; nicht nur daher, dass jedes junge Unternehmen mit dem Börsengang Unsicherheit birgt; nicht nur daher, dass nicht klar ist, mit welchem Geschäftsmodell es weiter Gewinn generieren möchte; nicht nur daher, dass es schon einmal eine Dotcom-Blase gab, die platzte.

Facebook ist zwar als Unternehmen organisiert, jedoch in seiner Form ist es “nur” ein Netzwerk, das über den Zugang Facebook greifbar ist. Netzwerke können sich bilden, auflösen, stärken, schwächen oder alles Mögliche. Doch durch das Geschäft über Minispiele, Apps oder anderes bindet Facebook nicht besonders stark. Es bindet den Nutzer nur über die Organisierbarkeit von Netzwerken. Das kann jedoch überall geschehen. Wir haben es bei den VZ-Netzwerken gesehen: Wenn die Nutzer abwandern, dann kann man einführen, was man will, man hält die Nutzer nicht. Facebook hatte damals deshalb gewonnen, weil es erfolgreich als (für Deutschland) neues Phänomen Nutzer anziehen konnte, es auszuprobieren. Sobald dort eine kritische Masse erreicht war, wanderten immer mehr ab, “weil bei Facebook meine Freunde sind”. Das hat nichts mit Apps, nichts mit Spielen und auch nicht zwingend mit anderen Features zu tun. Sicherlich sind Funktionen wie ein Chat oder Kategorisierungen inzwischen sehr hilfreich – aber deshalb, weil sie zur Organisation von sozialen Netzwerken für den Nutzer hilfreich sind.

Eine ähnliche Herangehensweise vertritt Peter Kruse in folgendem Video und antwortet auf ein paar Fragen zu Facebook. Das ist nicht ganz aktuell, was man an den Zahlen merkt, die Kruse nennt, doch er spricht über Grundsätzliches, weshalb das unabhängig vom Zeitpunkt gilt.


2 comments »

  1. Christian Schulze-Ollendorf sagt:

    Klasse Beitrag. Wenn man dem Mann so zuh

    • Addliss sagt:

      Das scheint mir auch so. Denn es erscheint bei Facebook erst einmal so, als sei Facebook der Gatekeeper zum sozialen Netzwerk, das man aufgebaut hat. Das ist im ersten Moment auch so, jedoch kann das ganz leicht umgangen werden; nicht so leicht wie bei Google, den Suchmechanismus kann man nicht so leicht nachbilden. Sich aber

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