Die Menschen heute glauben, die Wissenschaftler seien da, sie zu belehren, die Dichter und Musiker etc., sie zu erfreuen. Dass diese sie etwas zu lehren haben, kommt ihnen nicht in den Sinn.
I just love this song, it’s one of my favourites of last year!
Das Ding geht mir überhaupt nicht aus dem Kopf! Es verbindet die für mich perfekte Mischung aus Melodie und Flächen und vernachlässigt dabei nicht die Percussions und deren Druck. Die Spannung zwischen Breakdown mit dem “Kyrie”-Chor und einer gewissen Heiligkeitsaura (was natürlich dem Kyrie entspricht) sowie dem aus der kraftvollen Steigerung resultierenden Ausbruch ist nahezu perfekt. Einfach anhören und genießen! (Und wenn ihr wollt: kaufen!)
„Schnell, schnell“, sagte Katrin.
„Schnell, schnell“ – das sagte sie immer. „Schnell, schnell“ war auch alles, was sie machte. Sie ging schnell, sie redete schnell, sie dachte schnell. Ja, sie lebte schnell. Katrin war einfach ein schneller Mensch. Wenn sie von mir ein Attribut bekommen würde, dann wäre es das: schnell.
Andererseits hatte sie natürlich Recht. Wir waren spät dran, wollten zu einer Ausstellung. Was da ausgestellt wurde, wusste ich gar nicht genau, aber es war bestimmt recht langweilig. Obwohl – so richtig langweilig ist etwas nie. Es ist nur für jemanden langweilig. Objektiv langweilige Sachen gibt es eigentlich gar nicht. Aber zurück zu der Ausstellung: Es waren bestimmt wieder Gemälde oder wie ich es nannte „Kunst“ von zeitgenössischen Künstlern. Ich nenne es Kunst, weil es doch nicht nur Malerei ist, sondern etwas dahinter stehen soll; ein Konzept. Malt der Maler um des Malens Willen oder um der Aussage des Bildes Willen? Oder malt er, um der schönen Motive Willen?
Das war ein Grund, warum ich nicht so gern zu diesen Ausstellungen ging: Katrin nannte die Menschen zwar Künstler, aber ihre Kunst nannte sie Gemälde. Das fand ich ziemlich komisch, dass Künstler nicht Kunst machen oder Maler Gemälde. Ich wollte mir immer keine Ausstellungen ansehen. Katrin meinte, ich müsse doch raus und mich mit den anderen Menschen beschäftigen. Aber ist das denn nicht seltsam – raus zu gehen, sich mit den „anderen“ zu beschäftigen, ohne zu wissen, wer oder was sie eigentlich sind? Was ist das andere, was außerhalb unseres „Ich“ ist? Ist überhaupt etwas außerhalb unseres Bewusstseins?
Kann man mit einem Etwas interagieren, wenn man überhaupt nicht weiß, was man da vor sich hat? Ich sagte immer zu Katrin, das wäre, als wenn man das erste Mal einem Chinesen begegne und erstaunt über seine Augenform, seine Nase, seine Größe oder seine Sprache wäre. Wenn dieser jemand so unterschiedlich zu mir war, musste ich dann nicht auch ganz anders mit ihm umgehen? Und was machte den Unterschied zwischen dem „anders“ beim Chinesen zum grundsätzlichen „anders“ bei Menschen aus? Ich fand, das war eine schwierige Sache. Aber für Katrin nicht. Damit man sich über „die anderen“ klar wurde, müsste man sich mit ihnen beschäftigen, beharrte sie. Wenn man nicht mit ihnen in Interaktion trete, werde man nie etwas über sie herausfinden. Ich fragte mich dabei zwar, wie ich aus der Erfahrung mit einem Menschen auf die Interaktion mit anderen Menschen schließen sollte und wie ich aus einer einmaligen oder mehrmaligen Erfahrung eine Erwartung für die Zukunft sehen sollte – denn was sagte mir, dass der gleiche Mensch nicht irgendwann seine Verhaltensmuster änderte und sich beim nächsten Treffen ganz anders verhielte? – aber das war für Katrin nicht weiter relevant. Sie meinte, man müsse es einfach machen, es ausprobieren. Sie war auch eine „Macherin“. Wenn ich ihr ein zweites Attribut geben dürfte, wäre es, dass sie „macht“.
Ich hatte keine Lust los zu gehen, aber wir mussten ja. Wir waren spät dran, es musste ja „schnell, schnell“ gehen.
So richtig wusste ich nicht, ob ich das auch bloggen soll, da ich nicht wusste, was ich mehr kritisieren soll. Vom Inhalt mal abgesehen ist der Ton absolut unterirdisch, der Typ kann so gar nicht rappen, hat kein Taktgefühl, kann den Text nicht ansatzweise, nuschelt, tänzelt herum wie ein Amateurboxer auf Valium und weiß überhaupt nicht, dass er mit Rap-Musik “schwarze” Musik macht. Schwarze, die er in seinen Texten verteufelt und in Konzentrationslager schicken will. Zudem hat er hinten zumindest eine PS3 stehen, die definitiv nicht ein deutsches Produkt ist und auch der Fernseher wird es sicher nicht sein. So richtig lachen konnte ich nicht, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten. Man muss ab und zu auch mal aktualisiert demonstrieren, wozu schwacher Geist und/oder unreflektierte Überzeugungen führen.
Vor einiger Zeit hörte ich schon einmal etwas zum Thema “Extended Mind”1 oder “Extended Cognition” und es faszinierte mich. Nun habe ich mir einen zweiten Vortrag dazu angehört, der ein paar Probleme und Fragen zu der These oder dem Theorie-Ansatz schilderte – und es fasziniert mich jetzt noch mehr.
Nun, was ist die Grundidee? Man versuchte, neu an das Thema “Geist” oder Kognition heranzugehen. Man fragte, was eigentlich zu “mind”2 dazugehört. Man fragte sich, ob man Notizzettel nicht z.B. auch zum Gedächtnis zählen kann, wenn Menschen unter Amnesie leiden. Sie nutzen diese, um sich überhaupt an etwas zu erinnern und damit nehmen diese die gleiche Funktion ein wie ein “normales” Gedächtnis. Ja, es ist eine funktionalistische Theorie und wenn man funktionalistische Denkweisen in diesem Zusammenhang nicht akzeptiert, hat man Probleme mit ihr. Aber spannend ist es für mich allemal.
Wegweisend war ein Aufsatz von Andy Clark und Dave Chalmers von 1998, in dem sie eben jenes Beispiel mit dem Notizzettel zentral besprachen und die “Extended Mind”-These aufstellten. Sie nutzten dazu ein Gleichnis von Otto und einem Zwillings-Otto in einem Paralleluniversum. Der eine Otto hatte ein normales Gedächtnis, der Zwillings-Otto nicht. Wenn ihr wollt, könnt ihr das Paper hier downloaden. Mehr Paper von Andy Clark gibt’s hier.
Eine der spannendsten Konsequenzen dieser These ist für mich, was wir mit den neuen technischen Medien anfangen. Das Handy, der Computer, das Internet. Die These geht davon aus, dass Geist und Kognition nicht an den Körper gebunden ist, sondern sich kognitive Systeme bilden. Der Zwillings-Otto, wie ich ihn eben kurz angerissen habe, ist mit seinem Notizblock ein kognitives System. Gehört der Block zu ihm oder nicht? Die These bejaht diese Frage. Sie setzt einen “aktiven Externalismus” voraus, d.h. dass Prozesse, die wir Und damit könnte man das Internet in einer wohlwollenden Interpretation irgendwie auch als Erweiterung unseres kognitiven Systems auffassen, denn es lagert unser Wissen z.B. in Wikipedia aus oder es ermöglicht uns via Webcams andere Orte dieser Welt zu betrachten, die wir ohne das Internet nicht genau zu diesem Zeitpunkt betrachten könnten. Sehr Sci-Fi wird es dann, wenn wir das Internet in naher oder ferner Zukunft als allgegenwärtig betrachten und irgendwie alles zu unserem kognitiven System gehört, weil wir auf alles zugreifen können. Schon ein wenig beängstigend, denn dann sind wir gewissermaßen jetzt schon (und bald noch mehr) eine Art Cyborgs, wenn auch nicht im klassischen Verständnis.
ein sehr vieldeutiges Wort, was “Geist”, “Gedächtnis”, “Gedanke” und vieles mehr heißen kann. Daher spricht man neuerdings eher von “Extended Cognition”. [↩]
Es gibt drei Feminismen: Der erste möchte, dass die Frauen wie die Männer, der zweite, dass die Männer wie die Frauen werden. Nur der dritte möchte, dass beide Vernunft annehmen.
I totally forgot to inform you: I’m playing on friskyradio at Vogelmann’s LIGHTWORKS again. Today on 1 p.m. PST (10 p.m. CET).
Time Table:
1 p.m. PST Ingo Vogelmann
5 p.m. Charlie May
6 p.m. Bobby Deep
7 p.m. Dave Kurtis
8 p.m. Addliss
Liebe Freunde, ganz kurz: Ich habe vergessen, mein heutiges LIGHTWORKS-Set für Ingo Vogelmann auf friskyradio zu erwähnen. Die Sendung hat quasi schon begonnen. Der Time Table sieht so aus:
22 Uhr Ingo Vogelmann
2 Uhr Charlie May
3 Uhr Bobby Deep
4 Uhr Dave Kurtis
5 Uhr Addliss
Ich hatte schon seit längerem geplant, mich einmal an kleineren literarischen Stücken zu probieren. Ich mag Kurzgeschichten, wirklich kurze Kurzgeschichten, die einen winzig kleinen Ausschnitt aus dem Leben eines fiktiven Menschen zeigen und eine Momentaufnahme der Gedanken schildern. Sowas wird es hier zukünftig von Zeit zu Zeit geben.
Auch Essays zu dediziert philosophischen oder gesellschaftlichen Themen möchte ich über diese Plattform veröffentlichen. Diese Essays zu erstellen, wird allerdings wohl etwas länger dauern. Aber auch meine wissenschaftlichen Essays plane ich hier – bei Gefallen und nach der Durchsicht durch Prüfer – zu veröffentlichen, da die Themen doch vielleicht den einen oder anderen interessieren. Und warum sollte man so etwas nicht tun, wenn es doch hier dafür eine solch einfache Möglichkeit gibt?
Ich hab’ da so einen Feed von Flickr, der mir die interessantesten neuen Bilder bei Flickr anzeigt. Nach welchem Algorithmus das Ding arbeitet, wo die Kriterien für “interessant” sind, kann ich nicht sagen. Aber momentan ist mir das auch egal, wenn dabei solche Fotos ausgewählt werden:
Ich wollte diese Bilder einfach mal mit euch teilen. Sie erhellen mit Kleinigkeiten meinen Alltag. Ich mag das Internet.
Wenn man das Twitter-Fenster schließt, freut man sich auf "ungestörtes Arbeiten". Doch irgendwie hält man diese Ruhe schon nicht mehr aus. 9 Stunden her
Blog post incoming: Trancecube 40 http://bit.ly/bnOvum 10 Stunden her
Blog post incoming: Dinner for BMW 1000 RR http://bit.ly/d8Orlb 16 Stunden her
ich habe festgestellt, dass häufig erst seltsame Menschen interessant sind. Normale sind meist langweilig. 16 Stunden her
RT @friskyradio Chillout Sundays in full effect! Today: Waves by @addliss ! http://friskyradio.com/ (last 2 tunes) 07.03.2010